Was sind Knock-outs?

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Knock-outs sind Finanzderivate (außerbörsliche Optionen) gemäß der Definition im MiFID II.  Dabei handelt es sich um Produkte ohne Margin, mit vorab festgelegten Risiken. Das bedeutet, dass Sie den gesamten Preis der Option vorab bezahlen (einschließlich jeglicher Knock-out-Gebühren). Ihr höchstmöglicher Verlust ist technisch betrachtet auf diesen Betrag begrenzt, wobei sich Anpassungen der Übernachtfinanzierung und Umrechnungsgebühren auf Ihr Endergebnis auswirken können. 

Aufgrund dieses vorab festgelegten Risikostatus ohne Margin finden die Teile 11 und 12 der Bedingungen von Capital Com SV keine Anwendung. Vollständige Informationen zu Knock-outs finden Sie in Anhang A der AGB.

Sie eröffnen ein Knock-out gegen Zahlung einer Prämie, nicht des vollen Marktwerts. Diese Prämie hängt davon ab, wie nah Ihr Knock-out-Niveau am aktuellen Marktpreis liegt. 

  • Stellen Sie es näher ein → geringere Vorabkosten, höhere Wahrscheinlichkeit, ausgeknockt zu werden.
  • Stellen Sie es weiter entfernt ein → höhere Vorabkosten, geringere Wahrscheinlichkeit, ausgeknockt zu werden.

Einmal eröffnet, bewegt sich der Wert Ihres Knock-outs mit dem Markt:

  • Ein Call Knock-out gewinnt an Wert, sobald der Markt steigt.
  • Ein Put Knock-out gewinnt an Wert, sobald der Markt fällt.

Beispiel: Prämie vs. Exposure

Schauen Sie sich ein Beispiel für einen Knock-out-Trade an.

Angenommen, Sie traden eine Knock-out-Option auf den Germany 40, der derzeit zum Kurs von 10.000 € notiert. Sie legen Ihr Knock-out-Niveau 1 % darunter auf 9.900 € fest. Der Optionspreis würde 100 € betragen, womit Sie ein Exposure von 10.000 € erhalten.

Die Knock-out-Gebühr würde 0,02 % des Exposures betragen – also 10.000 € × 0,02 % = 2 €.

Da Ihr Knock-out-Niveau dicht am Marktpreis liegt, zahlen Sie im Voraus einen geringen Betrag für eine relativ große Marktposition. Ihr Trade wird weniger Kapital für die Eröffnung benötigen, aber Sie werden auch eher ausgeknockt, falls sich der Markt gegen Sie bewegt.

Jetzt stellen Sie sich vor, Sie setzen Ihren Knock-out 10 % unter dem Marktpreis, bei 9.000 €.

Ihr Optionspreis würde nun 1.000 € betragen, womit Sie erneut ein Exposure von 10.000 € erhalten – aber mit einem geringeren Anteil am Marktexposure für den von Ihnen gezahlten Betrag.

Die Knock-out-Gebühr beträgt weiterhin 0,02 % des Exposures – 2 €.

Doch da Ihr Knock-out weiter entfernt liegt, sind Ihre Vorabkosten für dasselbe Markt-Exposure höher. Sie binden zwar mehr Kapital pro Trade, aber Ihre Position kann größere Marktschwankungen aushalten, bevor sie ausgeknockt wird.

Welche Märkte kann ich traden?

Sie können Knock-outs verwenden, um auf Rohstoffe, Indizes, Kryptowährungen, Aktien, Forex, ETFs, Zinssätze und Anleihen zu traden, unabhängig davon, ob die Kurse steigen oder fallen. Melden Sie sich bei Ihrem Konto an und besuchen Sie unsere Plattform, um die aktuellen Marktkurse einzusehen. Befolgen Sie diese Schritte, um Knock-outs in Ihrem Handelskonto zu aktivieren.

Was ist so besonders an Knock-outs?

Ein wichtiges Merkmal von Knock-outs stellt das Knock-out-Niveau dar, dessen Funktionsweise einem garantierten Stop ähnelt. Dabei handelt es sich um das Niveau, bei dem Ihr Trade geschlossen – oder „ausgeknockt“ – wird, wenn der Markt dieses Niveau erreicht.

Sie wählen das Knock-out-Niveau zu Beginn Ihres Trades. Das von Ihnen gewählte Niveau ermöglicht Ihnen nicht nur die Begrenzung Ihres Risikos, sondern hat auch direkten Einfluss darauf, wie viel es für Sie kostet, eine Option zu kaufen.

Sie wählen ein Knock-out-Niveau, das nahe am Marktpreis liegt, und Sie zahlen weniger für den Kauf einer Option. Dennoch haben Sie weiterhin Zugang zum gleichen Aufwärtspotenzial wie bei einem teureren Trade. 

Das bedeutet, dass Ihr Trading-Budget mehr hergibt und Sie weniger Kapital riskieren. Es ist aber auch wahrscheinlicher, dass Sie ausgeknockt werden. 

Entscheiden Sie sich für ein Knock-out-Niveau, das weiter vom Marktpreis entfernt ist, zahlen Sie mehr für die Eröffnung. Es ist aber auch weniger wahrscheinlich, dass Sie ausgeknockt werden.

Die Knock-out-Niveau bietet außerdem ein integriertes Risikomanagement. Ihr Trade wird niemals zu einem schlechteren Kurs als dem Knock-out-Niveau geschlossen. Somit können Sie leicht nachvollziehen, wie viel Sie mit jedem Knock-Out-Trade riskieren.

Im Hinblick auf das Plattformverhalten werden Knock-outs immer nach der Logik des Hedging-Modus ausgeführt und abgewickelt, unabhängig davon, ob sich das zugrunde liegende CFD-Konto im Hedging-Modus oder im Standardmodus befindet. Ausstehende Good-till-cancelled (GTC) KO-Orders werden automatisch storniert, sobald es zu einem Margin-Close-out kommt.  Aktive KO-Positionen bleiben von Margin-Close-outs ausgenommen und bleiben offen, sofern der Kontostand nicht auf null oder darunter fällt und die Plattform die erforderliche Übernachtgebühr nicht berechnen kann.

Sie können außerdem jederzeit sowohl Call- als auch Put-Knock-out-Optionen für denselben Markt eröffnen, da jeder Trade unabhängig voneinander behandelt wird.

Knock-out-Optionen stehen nur für ausgewählte Länder zur Verfügung.

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